Die Reise zum Blau

Die Reise zum Blau

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ISBN-Nr.: 9783939478300

Roman nach einer wahren Begebenheit

ISBN: 9783939478300
Autor: Michael Dunkel
Verlag Kern, Bayreuth
1. Neuauflage 2011
140 Seiten / Broschiert


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 Umschlagtext

“Arbeiten in der Sonne, wo andere Urlaub verbringen”, war der ausschlaggebende Satz, welcher den Erzähler veranlasste, seinen Arbeitsplatz in Deutschland aufzugeben, um auf Gran Canaria im Timeshare-Business sein Glück zu versuchen.

Amüsant und gleichzeitig nachdenklich erzählt der Autor aus der Sicht des Verkäufers von Nöten und zwischenmenschlichen Beziehungen einer eingeschworenen Verkaufs-Crew.

In seinem ersten Buch “Der Teufel kochte tunesisch” beschrieb Michael Dunkel eine unglaubliche, selbst erlebte Erfahrung in Nordafrika.

Sein neues Buch ist ebenfalls autobiographisch und eine weitere Episode seines Lebens.

“Arbeiten in der Sonne, wo andere Urlaub verbringen”, war der ausschlaggebende Satz, welcher den Erzähler veranlasste, seinen Arbeitsplatz in Deutschland aufzugeben, um auf Gran Canaria im Timeshare-Business sein Glück zu versuchen.

Amüsant und gleichzeitig nachdenklich erzählt der Autor aus der Sicht des Verkäufers von Nöten und zwischenmenschlichen Beziehungen einer eingeschworenen Verkaufs-Crew.

 

Leseprobe aus "Die Reise zum Blau"

Anfänglich betreute er seine ersten Gäste dermaßen ernsthaft, dass wir seine Auftritte wie eine Bühnenshow verfolgten. Mit gefalteten Händen,den Kopf leicht geneigt, ging er auf seine eventuellen Kunden zu und machte anständig einen Diener. Dann führte er sie, ebenfalls mit gefalteten Händen, an den vorgesehenen Tisch und versuchte liebenswürdig, aber auswendig gelernt, sein Wissen anzubringen. Die Gäste ließen sich von seiner höflichen, unbeholfenen Art ansprechen, Abschlüsse machte er jedoch nicht.

Als etwa zwei Wochen verstrichen waren, zog er es vor, mit Lara nachts die Bars unsicher zu machen und zum Ausgleich tagsüber mit ihr bis in den Nachmittag zu schlafen. Natürlich alles auf Kosten von Kiki und Mario. Seine Tätigkeit hatte er aufgegeben und versprach mit großen Gesten ständig aufs Neue, sich  eine andere Arbeit zu suchen. Ohne Erfolg und mit wenig Energie zögerte er so die Entscheidung hinaus, seine Zelte wieder abzubrechen. Dafür sprach er, wie fast schon üblich auf der Insel, dem Alkohol zu und sah dementsprechend die Welt etwas sonniger.

Martin hingegen bemühte sich ernsthaft. Er fragte abwechselnd andere Liner nach deren Rat und suchte so einen Weg, erfolgreich zu werden. Er schadete es auch, seine Gäste längere Zeit zu betreuen, konnte aber ebenfalls keinen Abschluss erzielen.

Eric der Zahnlose und Robert hatten mittlerweile offenen Streit, der sogar in Handgreiflichkeiten ausartete. Erics Erfolge ließen auf sich warten und Brathähnchen sah sein geliehenes Geld gefährdet.
Erschwerend kam hinzu, dass der Zahnlose Führungsansprüche geltend machte und diese bei uns, und insbesondere an Robert, ausprobieren wollte.

Mario und ich hielten uns weitestgehend aus diesem Konflikt heraus, während Püppi und Kiki sich ganz offen auf die Seite von Eric stellten. Schon deswegen, weil ich die Ansichten von dem Zahnlosen nicht teilte. Kiki versuchte ihren Mann ebenfalls auf ihre Seite zu bringen. Mario hielt sich jedoch standhaft  und kommentierte: »Mach, was du willst, aber lass’ mich zufrieden!«

Er setzte sich mit mir wie schon in der Vergangenheit täglich an die kleine Bar, direkt unserem Arbeitsplatz gegenüber, und wir lästerten über Gäste und Kollegen um die Wette. Püppi suchte unsicher unsere Nähe und fragte ab und zu, ob wir sie denn noch gern hätten. Wir versicherten ihr, wie schon so oft in der Vergangenheit, unsere uneingeschränkte Sympathie und glücklich lächelnd zog sie wieder ab. Immer mehr Liner setzten sich an unseren Tisch, um zu demonstrieren, wir teilen die Ansichten von Eric und Gefolge nicht. Kiki verhielt sich beleidigt, konnte aber nicht frontal gegen ihren Mann vorgehen.
So bekam ich ihren, wenn auch unterschwelligen Groll täglich zu spüren.

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Diesen Artikel haben wir am Montag, 16. Mai 2011 in unseren Katalog aufgenommen.