Einmal im Leben mutig sein

Einmal im Leben mutig sein

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ISBN-Nr.: 9783939478157

Der ultimative Ratgeber für Rucksack-Touristen

ISBN: 9783939478157
Autor: Daniela Konefke
Verlag Kern, Bayreuth
3. Auflage 2011
Softcover / 312 Seiten

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Umschlagtext

Daniela Konefke, Juristin und Weltreisende, gibt wertvolle Tipps für Backpacker und solche, die es werden wollen.  Eigentlich wollte Daniela Konefke ihr ländliches Mecklenburg-Vorpommern nie verlassen. Der Ort fürs Jura-Studium war schnell gefunden, nur nicht zu weit weg von zuhause, nämlich die Uni Greifswald, und das auch noch zusammen mit der besten Freundin. Als diese irgendwann über Nacht den Entschluss fasste, das Studium abzubrechen, war Daniela plötzlich auf sich allein gestellt. Vom Ehrgeiz gepackt, zog sie das Studium durch und legte wenig später als eine der Besten das Staatsexsamen ab.

Zufällig las die Studentin in einer Zeitschrift einen Artikel über einMasterstudium in Südafrika. Entnabelt von Freunden und Familie wagte sie das Abenteuer. Während des Aufenthaltes dort blieb genügend Zeit, das südliche Afrika zu erkunden und so war sie schon bald vom Reisefieber befallen. Kurz entschlossen ging Daniela im Anschluss für ein Jahr „Working Holiday“ nach Australien, was neben dem Kennenlernen des Kontinentes auch viel Arbeit bedeutete.Der Einsatz zahlte sich aus: Mit einem finanziellen Polster konnte sie ein neues Abenteuer beginnen, eine Weltreise durch Südamerika, Osteuropa und Asien.

In ihrem Buch beschreibt Daniela Konefke Erfahrungen, die sie auf sechs Kontinenten und in über 60 Ländern gesammelt hat. Gespickt mit wertvollen Tipps, Tricks und wichtigen Adressen, die es in dieser kompakten Form bisher nicht gab, ist es der Autorin gelungen, ein für jeden Rucksacktouristen unentbehrliches Reiseutensil zu schaffen. Dieses Buch bietet dem Leser unterhaltsame Spannung, die ein Gefühl der grenzenlosen Freiheit hinterlässt…

Leseprobe aus "Einmal im Leben mutig sein"

Was ist eigentlich Backpacking? Beginnen wir erst
einmal mit dem Gegenteil vom Backpacking: dem
Pauschaltourismus. Bei einer Pauschalreise organisiert
der Veranstalter Unterkunft, Verpfl egung, Transport und
Ausfl ugsprogramm. Sämtliche Leistungen werden im
Paket zu einem einheitlichen Gesamtpreis angeboten. Für
den Reisenden ist es natürlich bequem, sich um nichts
kümmern zu müssen. Allerdings bleibt auf solchen Touren
in der Regel nicht viel Raum für individuelle Interessen und
Vorlieben, sondern man ist weitgehend vom Wohlwollen
seines Reiseleiters abhängig. Die Erfahrung, dass das nicht
immer lustig ist, machten meine Mutter und ich auf unserer
Reise in die Türkei.


Ich hatte gerade mein Erstes Staatsexamen geschrieben und
erholte mich von den Strapazen der letzten Monate, als meine
Mutter auf die Idee kam, mit mir gemeinsam für ein paar
Tage in den Urlaub zu fahren. Begeistert stimmte ich zu und
wir fanden schnell ein Angebot, dass unseren Vorstellungen
entsprach. Es sollte für acht Tage in die Türkei gehen: drei
Nächte davon in Kemer, gefolgt von einem zweitägigen
Ausfl ug nach Pamukkale in den Bergen und anschließend
noch mal drei Nächte an der Küste.


Als wir ein paar Wochen später in Antalya landeten,
wurden wir gleich am Flughafen von unserer Reiseleiterin
Tuelei in Empfang genommen. Es dauerte nicht lange und
wir lernten weitere Reiseteilnehmer kennen. Als unsere
Gruppe vollzählig war, ging es mit dem Bus nach Kemer.
Auf der Fahrt stellte Tuelei sich noch einmal richtig vor. Sie
wurde in Deutschland geboren und lebte dort bis zu ihrem
18. Lebensjahr, war nun aber schon seit geraumer Zeit in
der Türkei als Reiseleiterin tätig. Dann teilte sie uns das
Programm für die nächsten Tage mit. Die meiste Zeit wäre
wohl mit Ganztagesausfl ügen verplant. Zwei Nachmittage
blieben zur freien Verfügung, allerdings würden auch für
diese Ausfl üge angeboten. Die zusätzlichen Touren waren
kostenpfl ichtig, angeblich aber ihr Geld wert. Weiterhin
machte uns Tuelei darauf aufmerksam, dass unser Reisepaket
nur Halbpension umfasste, wir mittags jedoch regelmäßig in
irgendwelchen Restaurants einkehren würden. Es bestand
die Möglichkeit, ein Mittagessen dazuzukaufen, das Ganze
musste allerdings schon im Vorfeld reserviert werden.
Bei Interesse an der zusätzlichen Mahlzeit sollten wir uns
deshalb nach dem Begrüßungscocktail, den es gleich im
Hotel geben sollte, an Tuelei wenden. Gleiches galt für die
beiden zusätzlichen Ausflüge.


Meine Mutter und ich waren uns einig, dass die Reise
bereits genug Unternehmungen umfasste. Die beiden
freien Nachmittage wollten wir deshalb nicht auch noch
mit Gruppenausfl ügen füllen, sondern stattdessen endlich
mal an den Strand gehen, denn dafür schien sonst ja keine
Zeit zu bleiben. Was das Mittagessen anbelangte, waren
wir ebenfalls der Auffassung, dass dieses unnötig war.
Schließlich fi el das Hotel-Frühstück auf Reisen in der Regel
großzügig aus und falls wir doch Hunger bekamen, ließ sich
ja bestimmt auch unterwegs etwas auftreiben. Da wir also
keine zusätzlichen Leistungen hinzukaufen wollten, nahmen
wir an, dass wir uns nicht bei Tuelei zu melden brauchten
und widmeten uns stattdessen anderen Dingen.
Für den Nachmittag war ein Ausfl ug zu einer Ruine geplant.
Wir saßen im Bus und warteten auf die Abfahrt. Tuelei zählte
zum bereits dritten Mal die Reiseteilnehmer und verglich
das Ergebnis dann mit ihrer Liste. Irgendetwas schien nicht
zu stimmen. Schließlich nahm sie das Mikrofon und teilte
uns mit, dass im Bus zwei Personen waren, die sich nicht
auf der Liste befanden. Meine Mutter und ich schenkten
dem nicht wirklich Beachtung und setzten unser Gespräch
fort. Einige Minuten später wandte sich Tuelei nochmals an
uns und fragte, ob vielleicht zwei Personen im Bus saßen,
die nach dem Empfang nicht zu ihr gekommen waren. Nun
wurde ich hellhörig. Meine Mutter und ich hatten uns nicht
ausdrücklich bei ihr gemeldet, allerdings konnte es ja wohl
kaum sein, dass wir deshalb nicht auf der Liste standen.


Schließlich hatte Tuelei uns bei der Ankunft am Flughafen
persönlich begrüßt und auf ihrem Zettel vermerkt. Ich
sah zu meiner Mutter hinüber und fragte, ob wir beiden
vielleicht diejenigen seien, die hier für Verwirrung sorgten.
Wir meldeten uns und offenbarten Tuelei, das wir uns zuvor
nicht ausdrücklich bei ihr gemeldet hatten, woraufhin
sie entrüstet wissen wollte, warum nicht. Meine Mutter
erklärte ihr, dass wir halt weder Ausfl üge noch Mittagessen
dazukaufen wollten und deshalb angenommen hatten, dass
die Sache damit erledigt sei. Nun, offenbar war das nicht
so, denn Tuelei fuhr uns wütend an, dass wir ja wenigstens
mal Hallo hätten sagen können. Gut, das hätten wir wohl,
aber dafür war es ja nun zu spät. Wir sagten, dass wir das
halt nicht wussten und entschuldigten uns. Dann konnte die
Fahrt endlich beginnen.
Bei der Ruine angekommen, wandte Tuelei sich nochmals
an uns und fragte nach unseren Namen, um diese nun auch
in die Liste einzutragen. Zudem vergewisserte sie sich
nochmals, dass wir wirklich nicht an den anderen beiden
Ausfl ügen teilnehmen wollten. Zwei Nachmittage waren
eine lange Zeit, da würde uns mit Sicherheit langweilig. Wir
erklärten ihr, dass wir uns schon zu beschäftigen wüssten
und lehnten auch ihr Angebot, uns noch im Nachhinein
für das Mittagessen anzumelden, dankend ab. Besonders
glücklich schien sie hierüber nicht. Genervt drehte sie sich
um und widmete sich dem übrigen Teil der Gruppe

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Diesen Artikel haben wir am Samstag, 14. Mai 2011 in unseren Katalog aufgenommen.