Die zwei Gesichter des Mondes

Die zwei Gesichter des Mondes

Gedichte

Autor: Michael Dunkel
Verlag: Verlag-Kern, Bayreuth

ISBN:     978-3939478003
E-Book:  978-3939478409

1. Auflage / März 2006 / Broschiert / 72 Seiten
Sprache: Deutsch

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Umschlagtext

Michael Dunkel hat in den beiden ersten Büchern, “Der Teufel kochte tunesisch” und “Die Reise zum Blau” seine spannenden Erlebnisse im Ausland beschrieben.

Sein neuer Gedichtsband gibt eine breite Reflektion auf unseren sozialen Alltag mit seinem persönlichen Schwerpunkt Liebe und Gefühl.

Die teilweise humorvolle und kritisch nachdenkliche Art machen seine Gedichte zu einem Vergnügen und automatisch findet man sich in seine Gedanken hineingezogen.


Leseprobe aus “Die zwei Gesichter des Mondes”

Liebeserklärung

Ich schau in deine Augen
und versinke in diesen Seen,
die meine Worte an dich
schlagartig ertränken und
lassen so, mich missverstehen.

Du sprichst zu mir
doch Gesagtes dringt nicht
zu meinem Verstand,
denn nur der Klang deiner Stimme
lässt Raum und gewinnt Oberhand.

Aus Versehen berührst du meinen Arm
und mir entgleitet die Zigarette
vor Verlegenheit, die ich Sekunden zuvor
selbstsicher hielt in Glückseeligkeit.

Ich rede Banales und darf nicht zeigen,
dass du mich verwirrst.
Für dich muss ich Lehrer und Mentor sein
alles andere führte eindeutig zum Riss.

Du erkennst mich aber willst es nicht sehen,
mit dir könnte ich den Rest meines Lebens gehen.
Ich ruf mich zurück in die Wirklichkeit
zwischen dir und mir liegt Ewigkeit.

Einsamkeit

Du bist allein mit deinen Träumen,
die oft kein anderer verstehen kann,
gehst raus in Bars und Diskotheken
und tanzt dir deine Seele frei
um festzustellen, der Masse bist du einerlei.

Mit oberflächlichem Gerede
von Job, Computer und dem Geld,
versuchst du Nähe zu erreichen
erkennst im gleichen Atemzug,
die Reflektion sie ist Betrug
von dir und auch den Reichen.

Der Mensch versteckt sich heute gern
will sich nicht offenbaren,
braucht nicht Kritik und Reflektion,
hat Angst sowohl vor Spott und Hohn
und gräbt sich in die Wohnung ein.

Dort sitzt er da mit Illusionen
und wieder einmal denkt er sich,
heut ist mein Tag und sicherlich
find ich in Dimensionen,
das schon häufig geträumte Gesicht.

Wir wollen nicht in den Spiegel schauen,
nicht in unseren auch nicht in den der anderen.
Unsere Angst sitzt tief und unser Vertrauen
wurde so häufig von Fremden verhauen,
deshalb sind wir lieber oberflächlich,
denn Gefühl und Nähe sind nebensächlich.

So trifft man sich täglich im Bus, in der Bahn
und redet ohne Sinn,
merkt nicht, dass nur die Zeit vertan,
rennt deshalb seinem eignen Clan
aus Gewohnheit hinterher
und der Gewissheit, unser Leben bleibt leer.